Die Neuapostolische Kirche Österreich

News Bezirk Wien, Niederösterreich, Burgenland

Wie Gott mich fand
06.02.2017 / Wien-Donaustadt
Bischof Peter Jeram erzählt aus seinem Leben und wie er Zugang zu Gott und seinem Glauben gefunden hat – eine Veranstaltung der Projektgruppe Gesprächs-FORUM-Wien.

Seit P. Jeram nun mittlerweile 10 Monate das Amt eines Bischofs ausübt, hat er mit seiner offenen und sympathischen Art die Herzen vieler Gläubigen in der Neuapostolischen Kirche gewonnen. In Vielen von ihnen erwuchs der Wunsch, mehr über den neuen Bischof zu erfahren. Diesen Wunsch machte sich die Projektgruppe Gesprächs-FORUM-Wien zunutze und lud den Bischof am Freitag, 3. Februar 2017 ein, um ihm die Möglichkeit zu geben, aus seinem Leben zu berichten.
Der Leiter der Projektgruppe, Mag. Heinz Dainko begrüßte die zahlreichen Besucher und brachte zum Ausdruck, wie wohltuend er die bisherigen Begegnungen mit Bischof P. Jeram empfand und wie schließlich der Gedanke reifte, den Bischof aus seinem spannenden und bewegenden Leben erzählen zu lassen.

Ein wahrlich bewegender Abend
Mit heiteren und nachdenklichen Episoden aus seinem Leben gestaltete der Bischof einen kurzweiligen Vortrag. Seine Kindheit war geprägt durch das Eingebettetsein in den Familienverband. Die Familie zog oft um und das brachte immer wieder Veränderungen im Freundes- und Bekanntenkreis mit sich. In der Pubertät entwickelten sich auch Unsicherheiten und manche Ängste so wie bei vielen jungen Menschen. Doch rückblickend kann man auch hier schon die bewahrende Hand Gottes erkennen, der doch immer weiter geholfen und begleitet hat.

Gelebte Ökumene
„Gelebte Ökumene“ nannte Bischof Jeram die Kindheits- und Jugendtage, in denen er mit anderen christlichen Konfessionen aufwuchs bzw. in Kontakt kam. Früh durfte er christliche Werte kennenlernen, war aber dabei noch nicht wirklich mit Glauben und Religion vertraut.

Die entscheidende Zäsur in seinem jungen Leben war das Kennenlernen seiner Frau. Nicht nur, dass sie die große Liebe seines Lebens war und ist, brachte sie ihn auch zum ersten Mal in Kontakt mit der Neuapostolischen Kirche. Ganz ohne Zwang durfte er Gott erfahren und seinen eigenen Glaubensweg beginnen. In der Neuapostolischen Kirche erlebte er all die schönen Kindheitserinnerungen wieder aufs Neue: Heimat, Wärme, Wohlfühlen und Sicherheit.

Berufung ins Bischofsamt
Ein weiterer Einschnitt in seinem Leben wurde angesprochen: die Berufung ins Bischofsamt. Beruflich mittlerweile äußerst erfolgreich im Öffentlichen Dienst, Ehemann, Familienvater und innerhalb der Kirche als Vorsteher des Kirchenbezirks Tirol tätig, bedeutete der Wechsel in die Funktion eines Vollzeit-Bischofs eine komplette Neuordnung seiner Lebensverhältnisse.

Im Laufe des Abends durften die Zuhörer einen Mann kennenlernen, der sehr bescheiden und voller Demut zu sich selbst und Gott gefunden hat. Durch seine Offenheit zeigte er, dass man über alle Ängste, Sorgen und Selbstzweifel hinweg Gott erfahren kann und man, wenn man sich auf das Wagnis einlässt, Segen und Bewahrung für sein Leben erhält.

Diskussion
Im anschließenden Diskussionsteil antwortete der Bischof auf eine Frage der Moderatorin, was er gläubigen Menschen mit auf den Weg geben könnte kurz und prägnant: JESUS LIEBEN, UND ES AUCH ZU ZEIGEN.

Den Endpunkt der Veranstaltung markierte wie immer ein köstliches Sektbuffet, das mit zahlreichen Delikatessen aufwartete. Noch lange führte man intensive Gespräche. Bischof Jeram blieb bis zum Ende und ließ es sich nicht nehmen, mit jedem Einzelnen ein paar persönliche Worte zu wechseln.

War für manchen zu Beginn der Bischof noch ein unbeschriebenes Blatt, wandelte sich dieses Bild im Laufe des Abends und eine interessante Persönlichkeit voller Glauben, Bescheidenheit und Lebensfreude war erlebbar.

Th. Zadrazil