Die Neuapostolische Kirche Österreich

News Bezirk Wien, Niederösterreich, Burgenland

20 Jahre und kein bisschen leise
04.12.2017 / Wien-Landstrasse
Der 50+-Chor des Kirchenbezirks Wien besteht seit 20 Jahren - eine Chronik zur Entstehung und Entwicklung des Chores.

Der Grundgedanke für die Entstehung einer ursprünglich „Seniorenchor“ benannten Gemeinschaft lautete: „Wir singen UNS zur Freude!“ Daher wurde seinerzeit die Bezeichnung in „Seniorensingen“ abgeändert. Die Gruppe erfreut sich am gemeinsamen Singen. Es soll aber auch anderen Glaubensgeschwistern und Gästen Freude bereitet werden.

Das erste Seniorensingen fand am 14. April 1997 in der Kirche Wien-Penzing statt. Der erste Leiter der Singgruppe war Stefan Sorger – eines der Gründungsmitglieder. Weitere Mitglieder der ersten Stunde sind auch heute noch mit Freude im Chor tätig. Natürlich müssen immer wieder ChorsängerInnen aus gesundheitlichen Gründen den Chor verlassen. Und so manches Chormitglied ist uns schon in die Ewigkeit vorausgegangen.

Das Liedmaterial setzt sich aus bekannten Liedern aus den Chormappen und Gesangbüchern zusammen.

Das „Seniorensingen“ wurde am 13.1.2009 in „50+ - Chor“ umbenannt. Grund dafür war die Beseitigung der Hemmschwelle, die das Wort „Senioren“ offensichtlich für manche singbegabte Glaubensgeschwister hat.

Stefan Sorger leitete diesen 50+-Chor bis ins Frühjahr 2010, also ziemlich genau 13 Jahre lang. Besondere Seniorengottesdienste wurden durch die Mitarbeit des Chores unter seiner Leitung mitgestaltet.
Bezirksapostel Armin Studer diente den Senioren am 27. Juni 2002. Apostel Rudolf Kainz hielt einen Gottesdienst für die Senioren am 4. Juni 2003 in Graz. Zum zehnjährigen Jubiläum des Chores fand ein Gottesdienst mit Bischof Josef Bleckenwegner am 23. April 2007 statt. Einen Einsatz des Seniorenchores gab es auch am 25. April 2010 in Héviz/Ungarn, wo Bischof Paul Imhoff den Gläubigen diente. Das im Jahr 2017 anstehende 20jährige Jubiläum des 50+-Chores wurde durch einen Gottesdienst, den Bischof Peter Jeram am 30. Oktober in Wien hielt, gekrönt.

Ab dem Frühjahr 2010 übernahm Manfred Fellinger die leitende Tätigkeit beim 50+ - Chor des Kirchenbzirkes Wien. Bruder Fellinger legte von Anfang an Wert auf mehr Präsenz des 50+ - Chores in den Gottesdiensten, um unter anderem den Zuwachs zum Chor zu fördern und den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Neben der Umrahmung der Seniorengottesdienste in Wien konnte mit dem jährlichen Besuch in der Kirchengemeinde Siegendorf, mit dem regelmäßigen Besuch der einzelnen Kirchengemeinden im Bezirk Wien Freude im Chor selbst sowie bei den Amtsträgern und Glaubensgeschwistern bereitet werden.
Besondere Erlebnisse waren die Umrahmung des Konfirmationsgottesdienstes 2011 in Hlucin/Tschechien und im Jahr 2012 des Gottesdienstes in Wien-Penzing, in dem die Glaubensgeschwister Ilse und Fritz Sorger den Segen zur Goldenen Hochzeit empfingen. Ebenfalls 2012 wurde ein Gästegottesdienst in Poysdorf mit Gesang bereichert.

Eine besondere Herausforderung für den 50+-Chor war die Beerdigung eines Glaubensbruders in Tschechien. Trotz widriger Bedingungen (Wetter, Termin zwischen Weihnachten und Silvester) konnte der Dirigent mit elf SängerInnen die 330 Kilometer lange Reise zum Begräbnisort antreten und dort für viel Freude und Trost sorgen.
Im Jahr 2014 durften zwei Mitglieder des 50+-Chores den 90. Geburtstag feiern und auch dazu konnte der Chor im Rahmen des Gottesdienstes Liedgut beitragen.

Diese Aufzählung soll nur besondere Höhepunkte seit dem Bestehen des Chores aufzeigen. Fixpunkte sind die monatlichen Chorproben, die in der Kirche Wien-Donaustadt abgehalten werden. Es ist ein liebgewordener Brauch geworden, nach mehr oder weniger anstrengenden 90 Probenminuten im geselligen Beisammensein auch dem körperlichen Wohl in Form von Speis und Trank gerecht zu werden. 

Stefan Sorger gebührt großer Dank für den guten Grundstein, den er mit seiner Arbeit gelegt hat. Dadurch war es für den heutigen Dirigent Manfred Fellinger recht einfach, auf diesem Grundstein das „Bauwerk“ 50+-Chor weiter aufzubauen.

Da derzeit der Altersschnitt der SängerInnen inzwischen nach oben gerutscht ist, freuen sich die Chormitglieder umso mehr über alle "Jungen", die gerne singen und mitmachen wollen: „Kommt herbei, macht mit – erlebt die Freude, die damit verbunden ist!“

Th.Zadrazil | M.Fellinger