Gemeinde-
und Bezirkssuche

Mein Leben als Missionar

21.05.2019

Apostel i.R. Rudolf Kainz blickte auf seine jahrzehntelange Missionsarbeit zurück.

 
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Am 21. Mai 2019 hielt Apostel i.R. Rudolf Kainz um 19 Uhr in der Neuapostolischen Kirche St. Pölten einen Vortrag über seine jahrzehntelange Missionarsarbeit in Mittel- und Osteuropa. Nach Begrüßung und Gebet durch den Bezirksvorsteher K. Dainko gab H. Dainko noch einige kurze Informationen zur Orientierung der Besucher und zum besseren Verständnis der zu erwartenden Ausführungen.

In seinem Vortrag gab der Apostel zunächst eine aktuelle Definition des „Missionars“. Bei seinem Wirken ging es nicht um die Bekehrung von „Heiden“, woran man zunächst einmal in Anlehnung an die Geschichte des Christentums denkt, sondern vielmehr um eine Art „innerer Mission“ unter Menschen, die durch verschiedene, vor allem aber politische Einflüsse die Beziehung zu persönlichem Glauben, Kirche und Religion weitgehend verloren oder aber überhaupt nie gefunden hatten.

Nach dem 2. Weltkrieg war es der Neuapostolischen Kirche nicht möglich, offiziell im „politischen Osten“ Europas tätig zu werden. Der atheistische Kommunismus war bemüht, alle diesbezüglichen Versuche mit entsprechenden Repressalien (Visaverweigerung, demütigende Grenz- und Zollkontrollen, permanente Reiseüberwachung durch die Geheimpolizei, Druck auf die Besuchten) zu verhindern. So war es nicht überraschend, dass es fast 2 Jahrzehnte lang nur einen einzigen Gläubigen in der weiten und bevölkerungsreichen Sowjetunion gab, der sich (wenn auch eher „geheim“) der Neuapostolischen Kirche zugehörig fühlte. Nur die Orthodoxe Kirche konnte sich einigermaßen mit den jeweiligen Regimen arrangieren.

Ab 1985 bzw. 1987 begann die Arbeit von Apostel Kainz in Rumänien, Bulgarien und in der Sowjetunion. Weitere Staaten des sogenannten „Ostens“ folgten. Überall war der Beginn schwer. Neben manchen Problemen (Sprache) und Enttäuschungen gab es aber auch viele wunderbare Ereignisse, in denen immer wieder der göttliche Beistand erlebbar wurde und die neuen Mut machten. So entwickelten sich aus den bescheidensten Anfängen unter großem Einsatz und mit vielen großen Opfern kleine Kirchengemeinden.

Nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ als Folge des „Berliner Mauerfalles“ (1990) änderte sich das entsprechende „Klima“ grundlegend. Nun konnte die Kirche offiziell tätig werden. Neben Apostel Kainz und weiteren Aposteln und Bischöfen der Schweiz und Österreichs erhielten auch verschiedene Gebietskirchen Deutschlands vom internationalen Kirchenpräsidenten den Auftrag, in den Staaten der früheren Sowjetunion tätig zu sein. Die Anzahl der Mitglieder wuchs beständig und in den meisten Staaten wurde die Kirche offiziell anerkannt oder zumindest geduldet.

Mit großer Aufmerksamkeit und Freude folgten die Besucher im vollen Kirchenraum den mitreißenden Ausführungen des Apostels, die auch mit zwei musikalischen Beiträgen von Dr. W. Glück an der Orgel aufgelockert wurden. Viel zu rasch war die dafür geplante Zeit vorüber. Bei einem anschließenden Buffet wurde in einer angenehmen Atmosphäre und bei angeregten Gesprächen vielfach der Wunsch nach einer Fortsetzung dieser gelungenen Veranstaltung geäußert.

Th.Zadrazil | H.Dainko | O.Prohaska