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Wohin geht dein Blick?

27.12.2020

Eine Anregung zum Perspektivenwechsel brachte der Jahresabschluss-Gottesdienst, welcher auf Grund des Aussetzen der Präsenzgottesdienste österreichweit per IPTV und Telefon übertragen wurde.
 
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Ein seltsames und mitunter recht schwieriges Jahr 2020 geht zu Ende. Doch selbst im Lockdown hatten die Gläubigen der Neuapostolischen Kirche die Möglichkeit, unter das Wort Gottes zu kommen. Am Sonntag den 27.12.2020 hielt Hirte Walter Hessler den Jahresabschluss-Gottesdienst und legte seinem Dienen ein Wort aus 1.Petrus 1,6.7 zugrunde: „Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen …“.
Hirte Hessler meinte zu Beginn, dass Gott uns heute einen Blick zurückwerfen lässt, aber gleichzeitig auch eine Sicht auf das Zukünftige schenken möchte.
Eingehend auf das Textwort meinte er, dass oberflächlich betrachtet die Aussage des Apostel Petrus als Vertröstung verstanden werden könnte. Doch das Wort geht viel weiter. Es richtet sich auf das, was vor uns liegt. Das ablaufende Jahr 2020 war für viele von uns ein Prüfstein. Doch Gott hat keine Gedanken des Quälens oder der Prüfung mit uns, sondern Gott gibt Möglichkeit uns zu verändern und zu bewähren, ja sogar neugeboren zu werden. Ein neuer Blick, ein Perspektivenwechsel.
Der Hirte erinnerte sich an seine Kindheit, wo Wechselbilder modern waren, die durch ein Kippen des Bildes plötzlich ein völlig anderes Motiv zeigten. Eine neue Perspektive und Wahrnehmung wurde ermöglicht. Auch Gott gibt uns die Chance auf eine neue Perspektive. Gott gibt Hoffnung und Zuversicht. Das alles was uns jetzt belastet und Schwierigkeiten bereitet, kann Gott zu einem positiven Ergebnis bringen.
„Eine kleine Zeit“ soll als zeitlich limitierte Dauer einer etwaigen Belastung verstanden werden. Gott hat schon die Erlösung und Befreiung bereitet. Das machen viele Beispiele der Heiligen Schrift deutlich. Ob das Volk Israel auf der 40-jährigen Wanderschaft aus der Gefangenschaft in Ägypten hin zum «gelobten Land»  oder der Prophet Jona, der einen Auftrag von Gott erhielt und zuerst voller Panik davonlief. Diese beiden Beispiele zeigen, dass ein Perspektivenwechsel die Möglichkeit erschließt, ein Ziel zu erreichen, das zuvor aus menschlicher Sicht unmöglich erschien. Auch die Begebenheit um den Tod von Lazarus wurde erwähnt. Hirte Hessler unterstrich die Aufforderung von Jesu an Lazarus: „komm heraus“. Auch wir sollen aus unseren Verhältnissen herauskommen. Von dort wo Dunkelheit, Traurigkeit und Verzweiflung herrscht, möchte Gott uns herausführen. Komm aber auch heraus aus deinen Selbstzweifeln und Selbstvorwürfen.

Priester Peter Löbl-Brand ging nochmals auf den Gedanken der Kipp-Karte ein und meinte, dass manchmal der Blick nur auf das Problem gerichtet ist und nicht schon auf das Erreichen des Ziels. Ein Perspektivenwechsel wäre hier die Lösung. Viele Beispiele aus der Heiligen Schrift zeigen, dass durch einen anderen Blick die Lösung eines Problems oder die Erfüllung einer Aufgabe möglich wird. Außerdem drückte der Priester die Hoffnung aus, dass das vergangene Jahr Möglichkeit bot, uns zu entwickeln und Gott mehr zu erleben.

Hirte Hessler führte im Anschluss noch den Gedanken aus, dass Gott nicht alle Probleme aus dem Weg räumt, sondern er zeigt uns den Ausweg auf, und gibt auch die Möglichkeit die Aufgabe oder Schwierigkeit zu meistern.
Schließlich wies er noch auf die Tatsache hin, dass am Altar 2 Kelche stehen. Trotzdem derzeit keine Präsenz-Gottesdienste stattfinden, macht die Möglichkeit des Miterlebens der Abendmahlsfeier die Gegenwart Jesu für alle sichtbar. So trägt die Feier des Heiligen Abendmahl auch für die Gläubigen, die über IPTV oder Telefon angeschlossen sind, Tröstliches und Zuversicht Stiftendes in sich.

Th.Zadrazil