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Aufräumen – Platz schaffen – Licht in der Welt werden

12.11.2023

Den Beginn des neuen Kirchenjahres, die Adventzeit als Chance zu nützen, um eine ehrliche Bestandsaufnahme des eigenen Lebens, von Beziehungen, Bildung und Besitz zu machen – dazu ermunterte Apostel Pfützner die Gottesdienstteilnehmer in seiner Predigt.

 
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Am Sonntag, dem 12. November 2023 begleiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des an diesem Wochenende stattfindenden Seminars für Geistliche den Apostel zum Gottesdienst, den er mit der Kirchengemeinde Wien-Penzing feierte.

Sei ein Licht in der Welt
Bezugnehmend auf eingangs vom Chor gesungene Lied « Sei ein Licht in der Welt» begrüßte der Apostel die Gottesdienstteilnehmer mit den Worten: «Ihr Lieben alle, ich wünsche euch einen Tag voller Licht. Ich wünsche euch, wenn ihr in der Dunkelheit seid, dass hier und da so ein Licht in der Welt auftaucht. Ein liebes Herz, das Mut gefasst hat zu leuchten.
Ich wünsche euch, dass ihr vielleicht manchmal aus der eigenen Dunkelheit heraus diesen Mut fassen könnt, von dem ihr gesungen habt und ein Licht wieder anzündet. Auch wenn es sich vielleicht manchmal so anfühlt, als wäre es völlig sinnlos.
Es gibt ja so viel Dunkelheit. Diese dunkle Zeit, diese Zeit der Finsternis, ist eben auch eine Zeit der Lichter. Und die Frage ist, wo schaust du hin?
Ist es für dich eine Zeit der Dunkelheit, der Finsternis oder ist es eine Zeit der Lichter?
In welcher Situation du auch steckst, du kannst in diese Welt schauen und sagen, Kriege, Unfrieden, überall auf der Welt, Hass und Streit und Zank und Tod und Elend. Eine Zeit der Finsternis? Ja, kann man so sehen. Eine Zeit der Lichter? Kommt es nicht dann am Ende auf dich und mich an und nicht auf das, was drumherum an Dunkelheit ist?
Sei ein Licht in der Welt, Bruder und Schwester!»

Aufräumen – Platz schaffen
Wer die eigene Wohnung, das Haus stimmungsvoll für den Advent dekorieren möchte, muss zuvor anderes ausräumen, er muss aufräumen und Platz schaffen. Von diesem Platz schaffen handelt auch das vom Apostel vorgetragene Bibelwort: «Viele aber, die Zauberei getrieben hatten, brachten die Bücher zusammen und verbrannten sie öffentlich und berechneten, was sie wert waren, und kamen auf fünfzigtausend Silbergroschen.» (Apostelgeschichte 19,19)
Paulus ist in Ephesus und Gott wirkt durch ihn große Taten. Viele Kranke werden geheilt.
Er legt Menschen die Hände auf und sie empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. Ihr Leben verändert sich radikal. So ergeht es auch den im Bibelwort erwähnten Zauberern. Sie machen einen radikalen Schnitt in ihrem Leben, räumen die Grundlage ihrer bisherigen Tätigkeit weg, indem sie ihre «rituellen Bücher» verbrennen und Platz schaffen für Neues, für das Wort und die Nachfolge Jesu.
Die Bibel spricht immer wieder von Situationen, in welchen Aufräumaktionen der Start für Aufbruch, Wachstum und Aufblühen waren. Apostel Pfützner verband dies mit der Frage: «Ich frage mich, hätten wir Christen nicht ein Aufblühen nötig? Wäre es nicht Zeit für Wachstum?»

Hausgott oder Lebensorientierung
Die Auflösung dieser Frage fand sich in der Aufforderung: «Willst du selbst so ein Licht sein, dann räum auf. Mach Platz für den Herrn, für Beziehungen nach seinem Sinn, für Bildung nach seinem Sinn, für Besitz nach seinem Sinn. Wenn du Jesus in dein Herz nehmen willst, brauchst du Platz für ihn.»
Jesus möchte den Menschen ganz erfüllen. Wer ihm nur die kleinste Ecke anbietet, erlebt kaum Veränderung. Der ist vielleicht auf dem Papier neuapostolisch und geht Zeit seines Lebens jeden Sonntag in die Kirche, doch es verändert sich nichts. Jesus bleibt ein Ausstellungsstück, ein kleiner «Hausgott», das Etikett fürs Christsein.
Die Alternative ist, das Leben nach Jesus zu orientieren, aufzuräumen, ein Licht sein, das anderen Orientierung und Wärme gibt. Oder mit den Worten des Apostels: «und dann, wenn Jesus einzieht, neu in dir und mir leuchtet und strahlt, können wir anderen diese Orientierung und Wärme geben, damit es wirklich Advent wird – in meinem Herzen, in eurem Herzen und in dieser Welt.»

Diese Botschaft wurde von Bezirksältestem Tomusch und Bezirksältestem Brunner in ihren Predigtbeiträgen mit augenscheinlichen Bildern unterstrichen.

Gabe des Heiligen Geistes
In diesem Gottesdienst spendete Apostel Pfützner drei Kindern und einer Erwachsenen die Gabe des Heiligen Geistes im Sakrament der Geistestaufe und lud die ganze Gottesdienstgemeinde als Zeugen dafür ein.

Ein Festtag der weit über den Zeitpunkt des Gottesdienstes und auch, auf Grund der IPTV-Übertragung, über die Grenzen der Kirchengemeinde hinaus wirkte.

 

Fotos: S. Mayrwöger